Neues Spiel, neues Glück, Teil 2

Neues Spiel, neues Glück, Teil 2

Wir sind zurück vom Kinderpsychologen. Sehr nett, also der Arzt und die Helferinnen und die Praxis. Auch wenn Frau Schlau (das bin ich !!!) sich mit der Parksituation leicht verschätzt hatte und 10 Minuten wie doof um den Block kurvte. Hatte meine Freundin nicht irgendwas von Parkplatz hinter der Praxis gesagt ?? Ja, hatte sie. Und die freundliche Dame am Empfang wies mich auch noch auf die leeren (!!!) Parkplätze hinter dem Haus hin. 

Jetzt habe ich 2 Dinge gelernt: 

1. Ich fahre früher los ;-)

2. Ich schaue erstmal, ob hinter dem Haus Parkplätze frei sind

In der Praxis erfolgte das übliche Procedere: Formulare ausfüllen :D Anschließend das Gespräch mit dem Arzt. Er nahm mich und das Kind mit deren Probleme ernst und war sehr angenehm im Umgang, sehr ruhig, einfach klasse. 

Jetzt werden verschiedene Tests mit dem Kind gemacht (Intelligenztest, Überprüfung der Aufmerksamkeit und Konzentration, Fein- und Grobmotorik), in 3 Wochen geht es los, Anfang Juli erfolgt dann das Familiengespräch und dort wird die weitere Vorgehensweise besprochen. 

Es bleibt spannend…

Neues Spiel, neues Glück, oder so…

Neues Spiel, neues Glück, oder so…

Ich habe ja drei Kinder und natürlich ist jedes Kind anders. Wäre sonst auch langweilig ;-)

Die Geschichte mit Kind 1 und der LRS-Problematik habe ich hier ja schon beschrieben. Jetzt ist Kind 3 dran. Ebenfalls weiblich, 8 Jahre, besucht die 2. Klasse der örtlichen Grundschule. 

Und sie tut sich schwer. Also zeitweise. Dann aber richtig… Nicht nur in einem Fach, bittedanke in allen Fächern. 

Es gibt auch gute Phasen, dann läuft es wie geschmiert, aber die sind leider selten. Manchmal fehlen ihr auch die Worte, mit denen sie erklären könnte, wo die Schwierigkeiten liegen. 

Ergotherapie hat nicht wirklich viel gebracht. Nach 2 Jahren hatte ich den Eindruck, das Kind wäre austherapiert, ich sah keinen Fortschritt mehr. 

Schon länger überlege ich, das Kind bei einem Kinderpsychologen vorzustellen. Nach einem Gespräch mit der Klassenlehrerin des Kindes gestern vormittag, stand mein Entschluss fest: Ich mache jetzt einen Termin. Mit etwas Glück bekomme ich den schon in den Sommerferien (sind ja nur noch 2 Monate ;-) ). 

Gesagt, getan. Von einer Freundin bekam ich die Telefonnummer eines Kinder- und Jugendpsychologen und rief sofort an. Und manchmal muss man und auch Frau auch Glück haben. Wir, also das Kind, hat heute morgen um 9.45 Uhr einen Termin. Gestern hat ein Patient abgesagt, deshalb klappt es so kurzfristig. 

Ich bin sehr gespannt und werde natürlich später berichten ;-)

Diese Wolle hat eine Seele

Diese Wolle hat eine Seele

Ich hatte ja vor einiger Zeit die Sockenwolle, nur für mich gepostet. Dieser rosa-pastellige Traum. Sie entwickelte sich zu einem Alptraum und zum running gag in dieser Familie ;-)

Der Plan:

Aus der Wolle werden Socken. Für mich !!! Mit Zopfmuster. Die Anleitung habe ich vom Wolldealer meines Vertrauens ;-)

Die Ausführung:

1. Versuch: Maschen anschlagen, Maschen auf die 4 Nadeln verteilen. Aufribbeln, weil ich mich verzählt habe

2. Versuch: Maschen anschlagen, Maschen auf die 4 Nadeln verteilen, zur Runde schließen. Nach der 1. Reihe aufribbeln, weil sich alles verdreht hat.

3. Versuch: Maschen anschlagen, Maschen auf die 4 Nadeln verteilen, zur Runde schließen. Nach 5 Reihen aufribbeln, weil ich irgendwo auf dem Weg dorthin einen kapitalen Fehler gemacht habe, der furchtbar aussieht (ich habe mittlerweile vergessen verdrängt, welcher Fehler es war.

4. Versuch: Maschen anschlagen, Maschen auf die 4 Nadeln verteilen, zur Runde schließen. Ich mag es kaum glauben, es klappt. Ich kann etliche Zentimeter stricken, ohne große Fehler, ohne, dass sich alles verdreht oder Maschen fehlen. Dann kommt es: Das Zopfmuster. Eigentlich habe ich damit keine Probleme, aber alle 2 Reihen zopfen ist bei meiner festen Strickweise doch sehr hinderlich. Nach ca. 10 cm ribbele ich alles wieder auf, weil der Socken bretthart ist.

5. Versuch: Maschen anschlagen, Maschen auf die 4 Nadeln verteilen, zur Runde schließen und ganz normal die Socken weiterstricken. Also 20 cm Schafthöhe, dann die Ferse und den Rest vom Fuß glatt rechts stricken.

Und was soll ich Euch sagen: Es läuft absolut problemlos. So wollte die Wolle gestrickt werden und nicht anders. Deshalb hat sie sich vorher auch so angestellt. Da sagt noch mal einer Wolle hat keine Seele. Ich glaube das nicht mehr. Und nein, ich werde jetzt nicht vorher mit der Wolle sprechen, soweit kommt es noch ;-)

Es hat geklappt

Es hat geklappt

Juhuuu, das Kind kann auf die Sekundarschule ;-)

Gestern habe ich mit dem Beigeordneten telefoniert und er konnte mir die freudige Nachricht überbringen. Die Stadt hat noch 2 weitere Anmeldungen erhalten und jetzt gibt es 5 Klassen mit je 25 Kindern. Ich freue mich sooooo sehr 

Da die Sekundarschule ja eine neue Schulform ist, bin ich schon sehr gespannt auf das erste, neue Jahr. Und das Kind ist glücklich, dass sie jetzt mit ihrer Freundin auf die gleiche Schule und mit etwas mehr Glück in die gleiche Klasse kommt :D

Ich hätte bitte gerne eine neue Woche…

Ich hätte bitte gerne eine neue Woche…

Kennt Ihr das ?? Es gibt Tage, an denen man eigentlich nicht teilnehmen möchte und ist trotzdem mittendrin. Wenn solche Tage aufeinander folgen, reicht es irgendwann gründlich…

So war es diese Woche, aber der Reihe nach: 

Das große Kind ist in der 4. Klasse und wechselt im Sommer auf die weiterführende Schule. Recht schnell fiel die Entscheidung auf die Hauptschule, die zwischen dem Kindergarten, den alle meine Kinder besucht haben und der Grundschule liegt. 

Die Schule ist einfach perfekt für das Kind. Soweit die Planung, die Wirklichkeit sieht leider leider anders aus. 

Das Kind wurde pünktlich an der Schule angemeldet und alle freuten wir auf diesen neuen Abschnitt. Das war Anfang März. Am Mittwoch, 21. März 2012, rief mich um 8.30 Uhr die Rektorin der Hauptschule an, um mir mitzuteilen, dass für die neue 5. Klasse leider nur 9, in Zahlen NEUN !!! Anmeldungen vorliegen und die Bezirksregierung (verständlicherweise) damit keine neue 5. Klasse zulassen wird. 

Ich war in diesem Moment sprach- und fassungslos. Nur 9 Anmeldungen ?? Auf welche Schule soll das Kind jetzt gehen ?? Die Anmeldezeiten waren an allen weiterführenden Schulen beendet. 

Man, damit ist die Hauptschule und der Träger, also unsere Gemeindeverwaltung gemeint, wolle uns Eltern und die Kinder aber nicht im Regen stehen lassen und bietet am Donnerstag einen Informationsabend an, um über das weitere Vorgehen und Alternativen zu sprechen. 

An sich eine tolle Idee, dummerweise war genau an diesem Abend, zur gleichen Uhrzeit die Schulpflegschaftssitzung in der Grundschule angesetzt, an der ich natürlich auch teilnehmen musste und wollte. Also kurz klonen und schon klappt es ;-) Nein, erst zu der einen und im Anschluss zu der anderen Veranstaltung. So was machen wir doch ganz locker, gell :D

Bei der Informationsveranstaltung sollte auch die kommissarische Leitung der neu gegründeten Sekundarschule in der Nachbarstadt anwesend sein. Nachdem der erste Schock überwunden war, ratterte es in meinem Kopf: 

Sekundarschule ist klasse. Das Konzept sagt mir sehr zu und ist für mein Kind optimal. Aber der Standort bereitet mir etwas Bauch- und Kopfschmerzen. Ich hätte die Sekundarschule lieber in unserer Stadt (ja, o.k., Dorf), aber leider an die andere Nachbargemeinde sich gegen die Sekundarschule (im Verbund mit unserer Stadt) entschieden. Der ganze Vorgang lief Ende 2011 sehr unschön ab. 

Ich bin dann am Donnerstag abend optimistisch und einigermaßen über das Thema Sekundarschule informiert, in diese Veranstaltung gegangen. Aber wohl zu früh gefreut…

Die Sekundarschule hat 116 Anmeldungen vorliegen und können damit mit 4 Klasse mit jeweils 29 Kindern die neugegründete Schule eröffnen. Die maximale Klassengröße liegt bei 30 Kindern. Die restlichen 4 Plätze werden für Rückläuferkinder aus den Gymnasien und eventuelle neu zugezogene Kinder freigehalten. Damit ist die Sekundarschule voll und kann keine Kinder mehr aufnehmen, da unsere Kinder ja nicht in dieser Stadt wohnen. 

ABER: Die Bezirksregierung hat angeboten, dass die Sekundarschule die Kinder aufnimmt, wenn alle 9 Kinder dort angemeldet werden. Dann hätte die Schule 125 Kinder und könnte somit 5 Klassen mit jeweils 25 Kindern aufmachen. Das wäre natürlich für alle (Lehrer und Kinder) ein großer Vorteil. 

ABER: 2 von diesen 9 Kindern wurden bereits an der Realschule der anderen Gemeinde angemeldet. Nun sind also nur noch 7 Kinder übrig. Ob die Bezirksregierung den Vorschlag immer noch aufrecht erhält, wissen wir nicht. Der Bürgermeister sowie die Schulbeauftragte der Stadt werden jetzt schnellstmöglichst einen Termin bei der Bezirksregierung vereinbaren und wir alle hoffen, dass dort unserem Vorschlag zugestimmt wird. Die anwesenden Eltern der 7 Kinder möchte ihre Kinder alle auf der Sekundarschule anmelden. 

Jetzt kommt aber ein Punkt, der uns alle sehr sehr aufgeregt hat: Vor der Eingangstür der Hauptschule, in der die Veranstaltung stattfand, stand eine Mutter (von einem der beiden Kinder, die auf der Realschule angemeldet wurden) und verteilte Flyer der Realschule. Diese hat sie vom Rektor bei der Anmeldung ihre Kindes erhalten, mit der Bitte die Flyer zu verteilen, falls die Eltern ihr Kind auch auf der Realschule anmelden möchten. In dem Raum, in dem wir saßen, fielen daraufhin Worte wie Leichenfledderei und Unverschämtheit. Die feine englische Art ist das wirklich nicht…

Jetzt sitzen wir also zu Hause oder sonst wo und warten auf die Mitteilung, ob die Bezirksregierung dem Vorschlag zustimmt. Sollten sie nein sagen, haben wir alle ein echtes Problem. Aber als Dreifachmutter hat man ja immer Plan B-F parat ;-) Meine Pläne schwanken von einem Extrem zum anderen, also von: Die 4. Klasse wiederholen bis zu das Kind geht auf das Gymnasium. Denn wenn sie es am Gymnasium nicht schafft, dann muss die Sekundarschule sie aufnehmen ;-)  

Und da Warten nicht gerade zu meinen Stärken gehört, kann ich ja weiter fleißig Pläne schmieden. Und dabei die ein oder andere Kanne Tee trinken ;-) Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Neue Sockenwolle für mich und nur für mich ;-)

Neue Sockenwolle für mich und nur für mich ;-)

Ich habe diese Wolle im Internet gesehen und mich sofort darin verliebt. Und direkt im Wollgeschäft meines Vertrauens angerufen und sie bestellt. Gestern konnte ich sie in Empfang nehmen. Und in Natura ist sie noch viel schöner ;-)

Ah ja, die Wolle lag seit meiner Bestellung einige Zeit im Geschäft, hinter der Ladentheke in einem Karton, der offen war. Etliche Kundinnen haben gefragt, ob sie die Wolle kaufen können. Aber nein, sie war ja nur für mich (!!!) bestellt. Im Herbst wird die Wolle dann wohl doch fest ins Programm aufgenommen, sehr schlau, denn meine Töchter haben sich  schon für die nächsten Socken angemeldet. Und wenn ich Glück habe, reicht der Rest noch für Stulpen ;-)

Jetzt wird es Frühling

Eine lange Geschichte vom Kleid

Eine lange Geschichte vom Kleid

oder: Es ist Karneval. 

Bereits Weihnachten habe ich die Kinder gefragt, welches Kostüm sie Karneval tragen wollen. Kind 3 wollte, wie die beste Freundin Hexe werden. Kein Problem, das Kostüm habe ich in der passenden Größe hier. 

Kind 2 wollte sich nicht verkleiden. Auch gut (o.k., 2 Tage vor Karneval fiel dem Kind spontan ein, dass er sich doch verkleiden wollte. Der Gatte hat in letzter Minute noch ein Kostürm organisiert ;-) )

Kind 1 wollte ein Mittelalterkleid. Tja, da fingen sie an, meine Probleme. Die Kleider, die käuflich zu erwerben waren, lagen deutlich über meinem Budget. Also habe ich eine leicht verzweifelten Aufruf bei Facebook gestartet und prompt kam von der Seelenverwandten die richtige Antwort: 

Eine Freundin von ihr geht häufig auf Mittelaltermärkte, sie, also die Freundin, könne mir bestimmt weiterhelfen. Und genauso war es. Ich bekam die Telefonnummer der Freundin und hatte ein sehr angenehmes und hilfreiches Telefonat. 

Fazit: Ich solle einen einfachen T-Schnitt machen und in die Seitennähte des Rockteils Stoffdreiecke zusätzlich einnähen, damit das Kind ausreichende Bewegungsfreiheit in dem Kleid hat. 

Ein Problem gelöst, nun stand ich vor dem nächsten: Der Stoff. Das Kind wünschte das Kleid in braun-beige. ABER: Das Autofahren gestaltete sich für mich, nach dem Unfall, immer noch etwas schwierig. Und die Wetterverhältnisse halfen dabei nicht wirklich. 

Tags drauf telefonierte ich mit meiner Freundin und erzählte ich von meinem Dilemma. Und was soll ich sagen, die gute Seele hatte noch eine große Tüte Stoff über und brachte sie mir vorbei. 

Statt beige mit braun wird das Kleid jetzt auf diesem Stoff genäht: 

Bild

 

Aus dem blauen Stoff wird das Kleid genäht, der rote Stoff ist für die Dreiecke geplant. Soweit meine erste Idee. Es sollte allerdings etwas anders kommen. Improvisieren ist halt alles ;-)

 

Sonntag mittag begebe ich mich ans Werk. Das Vorder- und Rückenteil sind ja gerade geschnitten, also auch für Nählaie machbar ;-) Sogar die Ärmel bereiten mir wenige Schwierigkeiten, da das Kind die Ärmel auch unten weit haben will. Alles wird festgesteckt und es passt.

Hier ist ein Photo vom zusammengesteckten Kleid ohne Ärmel und von links ;-)

Bild

 

Beim Annähen der Ärmel habe ich einen kleinen Fehler gemacht, konnte es aber so geschickt kaschieren, dass es so aussieht, wie gewollt ;-)

Hier ein Bild des Kleides von rechts, dem geschulte Auge fällt der Fehler auf, mit Sicherheit. Ich brauchte einige Zeit, um ihn zu finden. 

Bild

 

Dann kam die Königsdisziplin: Das Einnähen der Dreiecke. Jeder mehr oder weniger geübte Näherin wird jetzt vor Lachen zusammen brechen, aber ich habe es einfach nicht geschafft. 1000 mal den Stoff angelegt, festgesteckt, wird abgemacht. Es passte einfach überhaupt nicht, egal was ich tat. 

In meiner Verzweiflung (in 3 Tagen in Karneval !!!) bin ich zu meiner Nachbarin. Ihre Mutter ist des Nähens deutlich mächtiger als ich und von ihr bekam ich DEN TIP. EInfach von unten anfangen. Ich hatte ja den roten Stoff nur in einer gewissen Breite (80 cm) und die sollte ich unten am Saum anlegen, feststecken und dann noch oben weiterarbeiten. 

Gesagt, getan. Aber so richtig wollte es immer noch nicht klappen. Bis ich mich entschied mutig zu schneiden. Der rote Stoff war ja immer noch ein Rechteck und es passte oben immer noch nicht. Also habe ich todesmutig die Schere angesetzt und den Stoff zu einem Dreieck geschnitten. Und was soll ich sagen, es hat geklappt ;-) Das Feststecken war überhaupt kein Problem mehr und die andere Seite klappte auch auf Anhieb. Juhuuu. 

Dienstag abend, alles ist soweit vernäht, ich mache noch ein Photo an der einzigen weißen Tür im Haus, die leider leider direkt neben dem Ofen (dem Kohleofen !!!) steht. Der Ofen bullert jetzt natürlich ordentlich, wir haben ja schließlich Winter. Ich trage also das Kleid aus der Küche (nur dort habe ich einen Tisch, an dem ich nähen kann) ins Wohnzimmer, hänge das Kleid an die Tür und mache das Photo. Das Kleid kommt danach ins Schlafzimmer, damit nicht irgendwelche Katzen oder Kinder mein Kunstwerk zerstören ;-)

Um 22.30 Uhr will ich ins Bett gehen und werfe nochmal einen stolzen Blick auf das Kleid und falle fast um: Im Kleid in einem der roten, von mir mühsam angenähten Dreiecke, sind 2 große Löcher, so richtig große Löcher. Unglaublich. Da wird doch keiner mit der Schere dran gewesen sein. 

Nein, keine Schere, keine Kinder, keine Katzen, ich selber bin dafür verantwortlich. Ich Depp bin mit dem Kleid an den Ofen gekommen, als ich es an der Tür aufgehangen habe. Deshalb durfte ich am nächsten Morgen die verbrannten Stellen raus schneiden und die offenen Stellen wieder zusammennähen. Super, ich habe ja auch sonst nichts zu tun…

Dienstag musste ich mich dann dem oben erwähnten Fehler widmen. Na, habt Ihr ihn gefunden ? Richtig, ich hätte den “Kragen” vor dem zusammennähen auch umschlagen und festnähen müssen. So sah das einfach doof aus und mich hätte es beim Tragen sehr sehr gestört. 

Aus der Not eine Tugend machend, habe ich dem Kleid einen roten Kragen verpasst. O.k., der ein oder andere Finger hat sich beim Feststecken mehr als verknotet, aber es hat geklappt. Schön ist wirklich anders, aber für mein erstes Kleid finde ich es recht passabel. 

Bild

 

Das Photo ist leider sehr dunkel geworden, ich hoffe, Ihr könnt meine Kragenkonstruktion erkennen. Und ich bin mir sicher, dies wird nicht mein letztes Kleid gewesen sein, aber die nächsten werden besser. Ich kann ja auch meinen Fehlern lernen. 

Das Kind war heute mit dem Kleid in der Schule und hat nur Lob bekommen. Hätte auch mal jemand was anderes sagen sollen ;-)

Ein Schutzbär-Engel

Ein Schutzbär-Engel

Das große Kind hat etwas für die beste Freundin, die ohne ihren frisch rausoperierten Blinddarm im Krankenhaus liegt, etwas gehäkelt. Die Freude war groß, wurde mir berichtet. Ich hoffe, der Schutzbär-Engel erfüllt seine Pflicht ;-)

 

Leider ist das Photo etwas undeutlich, aber wir mussten uns beeilen, der Krankenhaus-Besuchstransfer stand vor der Tür :D Bild

Spaß mit dem Jugendamt – Teil 3

Spaß mit dem Jugendamt – Teil 3

Also, die Diagnostik ist durch. Im Anschluss gab uns die Jugendamt-Mitarbeiterin schon fast grünes Licht, sie müsse den Fragebogen noch mit ihrer Vorgesetzten und im Team besprechen. Aber es sehe gut aus, dass das Jugendamt die Förderung übernimmt.

Das war vor Weihnachten. Dann hatten die Vorgesetzte und die Mitarbeiterin Urlaub und erst Mitte Januar bekam ich den lang erwarteten Anruf. Voller Vorfreude meinerseits, weil das Kind ja deutliche Probleme hat.

Aber es sollte anders kommen: Leider musste mir die Dame mitteilen, dass das Jugendamt die Förderung für meine Tochter nicht übernehmen könne. Das Kind hat im Alltag zu wenig Probleme mit LRS. Äh, wie bitte ?? Ich bin doch gerade im falschen Film. Oder hat die Jugendamt-Mitarbeiterin einen sehr seltsamen Humor ??

Leider stimmt beides nicht. Nur weil mein Kind eine hohe soziale Kompetenz hat, gerne in die Schule geht und auch mit den Kindern in der Klasse keine Probleme hat, bekommt sie die Förderung nicht.

Die Lehrerin des Kindes fiel ebenfalls aus allen Wolken und glaubte an einen schlechten Scherz. Die Schule wird mich bzw. das Kind jetzt mit Fördermaterial versorgen. Von dort haben wir schon so viel Hilfe und Unterstützung erhalten. Mögen andere über Grundschulen sagen, was sie wollen, ich habe nur gute Erfahrungen gemacht.

Also soll ich nun eine Kevin-Chantal erziehen, bei der weder die stille Treppe noch die Super-Nanny helfen können, damit meinem Kind geholfen werden kann ?? Die spinnen doch. Es ist unglaublich.

Aber ich könnte innerhalb eines Jahres (also bis Dezember 2012) einen neuen Antrag stellen. Das wird auch richtig viel bringen. Eine Chance hätte ich aber noch: Wenn das Kind die Klasse wiederholt, dann wäre die Sachlage ja vollkommen anders. Und genau das wollen die Lehrerin und ich unbedingt vermeiden.

Im Sommer wird das Kind auf die weiterführende Schule wechseln, die Note in Rechtschreibung ist weiterhin ausgesetzt und die weiterführende Schule wird die Empfehlung der Grundschule auch übernehmen. Zusätzlich wird auch Förderunterricht an der weiterführenden Schule angeboten, an dem das Kind auf jeden Fall teilnehmen wird.

Nach der Katastrophe bei der Familienhilfe nun ein neues Desaster beim Jugendamt. Man muss wohl wirklich Riesenprobleme in der Familie haben, damit einem geholfen wird. Normale (na ja, einigermaßen normal ;-) ) Familien müssen halt sehen, wie sie klar kommen. Traurig, aber wahr…